Die IT-Sicherheit in Unternehmen
28. April 2022

Das Cloud-Computing und seine Richtlinien

Was ist das Cloud-Computing?


Das Cloud-Computing ist die Bereitstellung von IT-Ressourcen für Unternehmen über das Internet. Unternehmen können statt einem Investment in große Rechenzentren und Serverfarmen einfach und schnell und vor allem je nach Bedarf über einen Cloud-Anbieter auf zusätzliche IT-Ressourcen zugreifen.



Dieser Cloud-Anbieter stellt dem Unternehmen dann verschiedene Technologieservices, wie zum Beispiel mehr Rechenleistung, größere Speicher oder verschiedene Datenbanken zur Verfügung. Es gibt viele verschiedene Anbieter von Cloud-Computing-Dienstleistungen, die sich zum Beispiel durch die Branche oder die verschiedenen Angebote unterscheiden.



Wo wird das Cloud-Computing genutzt?


Die Anwendungsbereiche und Nutzerzahlen des Cloud-Computings haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Unternehmen können je nach Art, Branche und Größe die Dienstleistungen des Cloud-Computings nutzen und individuell davon profitieren.



Verschiedene Anwendungsbereiche sind neben der Bereitstellung von Rechenleistung, Speicher und den Datenbanken unter anderem auch Daten-Backups, Notfallwiederherstellungen oder virtuelle Desktops. Außerdem lässt sich das Cloud-Computing für die Softwareentwicklung, für diverse Big-Data-Analysen und weitere Webanwendungen nutzen.



So nutzen Unternehmen im Gesundheitswesen die Cloudanwendungen beispielsweise dafür, personalisierte Behandlungen für Patienten zu entwickeln. In der Finanzbranche kann die Cloud dafür verwendet werden, in Echtzeit Betrugsversuche zu erkennen und zu verhindern. Auch Videospieleentwickler nutzen die Cloud, um deren Online-Spiele für Millionen von Nutzern gleichzeitig verfügbar zu machen.



Die hohe Flexibilität und die vielfältigen Anwendungsbereiche, die Cloud-Computing verspricht, sind ein großer Vorteil gegenüber physischen Rechen- und Serverlösungen. Denn ein Unternehmen kann durch die Nutzung eines Cloud-Dienstleisters durchaus hohe Kosten einsparen.



Das liegt unter anderem daran, dass nur so viele Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, wie das Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt. Die Ressourcen können zwar nach unten und oben skaliert werden, wenn sich die Anforderungen des Unternehmens ändern, allerdings wird immer nur so viel Kapazität genutzt, wie gerade benötigt wird.



Dadurch kann auf große Kapitalinvestitionen, wie beispielsweise Serverfarmen und Rechenzentren, verzichtet werden und es muss nur für die IT-Ressourcen gezahlt werden, die auch wirklich benötigt werden. Das fördert die betriebliche Effizienz. Außerdem kann das gesparte Kapital dann anderweitig investiert werden.



Datenschutz bei dem Cloud-Computing


Das Outsourcing von Daten birgt immer auch Risiken für Unternehmen, die zum Teil größer sind als bei einer herkömmlichen lokalen Verwaltung. Denn es kann unter anderem zu Datenverlusten kommen, Zugriffsprobleme können entstehen, weil der Cloud-Anbieter einen Netzwerkausfall hat und auch Cyberangriffe auf die IT-Infrastruktur können vermehrt zunehmen.



Durch die Mängel in der Datensicherheit einer Cloud können verschiedene Probleme resultieren. Daten könnten von Unbefugten ausgespäht und missbräuchlich verwendet, oder sogar nicht mehr kontrolliert werden, was nicht nur das Datenschutzrecht verletzt. Die Cloud-Computing-Anbieter sind hier in der Verantwortung, dass eine solche missbräuchliche Nutzung verhindert wird.



Die meisten Anbieter haben deshalb komplexe Sicherheitsvorkehrungen, um die missbräuchliche Nutzung von Daten zu verhindern. Es werden größtenteils Verschlüsselungen und Anonymisierungen verwendet, um die Sicherheit der einzelnen Nutzer zu gewährleisten. Auch verschiedene Zertifizierungen können darauf hindeuten, dass der Datenschutz der Nutzer eingehalten wird.



Wie wird das Cloud-Computing in Unternehmen etabliert?


Die meisten Unternehmen in Europa haben laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Research in Action bereits Cloud-Dienste im geschäftlichen Alltag integriert. Es werden E-Mails bei Google verwaltet, Daten in Dropboxen oder der I-Cloud gespeichert und Meetings über MS Teams abgehalten.


Immer mehr Unternehmen beginnen damit, verschiedene IT-Ressourcen und digitale Infrastruktur zu nutzen, um effizienter und kostengünstiger arbeiten zu können. Dieses Nutzungsmodell wird auch Infrastructure as a Service (IaaS) bezeichnet. Das Modell bietet in der Regel Zugriff auf Datenspeicher, Netzwerkfunktionen und Computer.



Ein weiteres Modell ist Platform as a Service (PaaS). Durch PaaS muss das Unternehmen weniger Aufwand in die Verwaltung der digitalen Infrastruktur investieren. Dadurch können mehr Kapazitäten für die Verwaltung der eigentlichen Anwendungen verwendet werden.



Die verschiedenen Nutzungsmodelle ermöglichen dem Unternehmen ein effizientes und vor allem kostengünstigeres Wirtschaften. Durch die Verwendung von Cloud-Computing lassen sich viele Tätigkeiten vereinfachen, verbessern oder sogar komplett vernachlässigen.